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Magira - Jahrbuch zur Fantasy

Magira - Das Jahrbuch zur Fantasy

Präsentiert von Michael Scheuch,
Hermann Ritter und dem Fantasy Club e.V.


Magira 2009 Cover von Oliver WetterMAGIRA - das ist eine phantastische Welt.
MAGIRA - das ist die »Welt des Spielers«, der legendäre Romanzyklus von Hugh Walker, alias Hubert Straßl.

Und in seiner dritten Inkarnation ist MAGIRA das »JAHRBUCH ZUR FANTASY«.

Das unentbehrliche Kompendium für Lesenswertes und Ausgezeichnetes im Bereich der Fantasy-Literatur.
Seit 2001 erscheint im Sommer das Jahrbuch, um in Artikeln, Rezensionen, Interviews und Kurzgeschichten das Jahr Revue passieren zu lassen und festzuhalten, was sich denn festzuhalten lohnt. Und zwar klassisch - als Buch. Die sinnliche Erfahrung gedruckten Papiers.

MAGIRA 2009 erscheint im August 2009 und kann ab sofort auf www.magira-jahrbuch.de bestellt werden. Der Band umfasst 440 Seiten.

 

Aus den noch lieferbaren Ausgaben haben die Herausgeber zudem spannende Pakete geschnürt.

 

 

Das Titelbild zur aktuellen Ausgabe stammt von Oliver Wetter (www.fantasio.info).
Das Bild entstand in Zusammenarbeit mit dem Fotografen Akif Hakan Celebi , das Bild entstand für eine Gemeinschaftsausstellung im Arts-Center St.Petersburgh / Florida

Der Artikel zu Torsten Wolber von Manfred Müller erschien zuerst im Fandom Observer 234, www.fandom-observer.de. Vielen Dank für die Genehmigung zur Übernahme!

 

 

 

 
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Magira 2009 - Artikel

Lese-Probe aus MAGIRA 2009:

Werners Bücherkiste

zusammengestellt von Werner Arend


Kein Artikel dieser Art bleibt vom persönlichen Geschmack unberührt, zumal wenn er bereits zum sechsten Mal erscheint. Dieses Jahr besonders auffallend: Einige Bücher, von denen ich im Nachhinein erfahren habe, dass sowohl andere Autoren als auch Review-Sites sie lieben, haben mir nicht gefallen. Deshalb an dieser Stelle der Hinweis: Ich bemühe mich innerhalb der Gebiete der Fantasy, die ich lese, um Repräsentativität, aber letztlich ist vieles eine Frage persönlicher Vorlieben

Nun zu den neuen Büchern. Zum Glück für diesen Artikel sind auch 2008 einige sehr schöne Geschichten unübersetzt geblieben. Wie beim letzten Mal ist der Anteil der neuen Autoren recht hoch, nicht, weil diese alle besser schreiben als die Etablierten, sondern weil es mein erklärtes Ziel ist, die Aufmerksamkeit auf weniger Bekanntes zu lenken, und neue Autoren meistens nicht sofort übersetzt werden

Insgesamt ist es eine recht bunte Mischung geworden. Auf den Klassiker- Tipp musste ich leider diesmal verzichten, denn die Neuerscheinungen haben mich ausreichend beschäftigt

 

THE MAGICIANS AND MRS. QUENT von GALEN BECKETT


Bantam Spectra, 2008; Fortsetzung geplant: THE HOUSE ON DURROW STREET; Übersetzung: keine

THE MAGICIANS AND MRS. QUENT ist Galen Becketts erstes Buch, und er betritt die Fantasy-Szene mit einem Rezept, das zwar auch nicht völlig neu ist, aber in dieser Konsequenz bisher noch nicht realisiert wurde: Man nehme eine Gesellschaft ähnlich wie in Jane Austens Romanen, setze diese in eine Welt mit magischen Aspekten ein und rühre so lange in dem Gemisch herum, bis ein Plot entsteht, der interessanter ist als beide Teile für sich allein. Das Resultat ist eine Geschichte mit einer subtilen Magie, in einer Welt, die gleichzeitig sofort wiedererkennbar als auch voller neuer Geheimnisse ist. Dieses Buch scheint wenig Aufmerksamkeit geweckt zu haben. Viel zu wenig, meine ich, denn dass es – wahrscheinlich – auch langfristig nicht zum Bestseller taugt, liegt keinesfalls an der Qualität, sondern an der Thematik leicht abseits der Mainstream-Fantasy

Ivoleyn Lockwell – genannt Ivy – lebt mit ihren Schwestern, ihrer Mutter und ihrem geistig abwesenden kranken Vater in der Stadt Invarel, dem Regierungssitz des Landes Altania, in einem Viertel mittleren Ansehens. Die ökonomische Situation der Familie ist angespannt, und ihre Mutter versucht deshalb, die Schwestern gut zu verheiraten

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Vorschau: Magira 2009 PDF Drucken E-Mail

Vorschau auf MAGIRA 2009

Im August 2009 erscheint die neue Ausgabe von MAGIRA - Jahrbuch zur Fantasy.

Artikel: Die Tarean-Trilogie

Als die Fantasy die Erde verlies

Neues zu Narnia

Über die Waldsee-Trilogie

Lurchi und die Fantasy

Die Albtraumwelt des Jonathan Barnes

Interviews mit Jonathan Barnes Thomas Plischke

Kurzgeschichten Zwei deutsche Erstveröffentlichungen von Karl Edward Wagner Alec Effinger Kunst Hermann Geissler Torsten Wolber

 
Wonniglich verirrt im Labyrinth der Fantastik PDF Drucken E-Mail
Magira 2009 - Artikel

Lese-Probe aus MAGIRA 2009:

Wonniglich verirrt im Labyrinth der Fantastik

von molosovsky


»Wenn schwarze Schnörkel auf weißem Untergrund angemessen angeordnet sind, transportieren sie uns in Millisekunden in beliebig weit entfernte, vergangene oder sogar nie gewesene Orte und Zeiten.«
Douglas R. Hofstadter: ICH BIN EINE SELTSAME SCHLEIFE; Klett- Cotta 2008, Seite 343. 

Manchmal grinse ich gedankenverloren, wenn ich mir vorstelle, es gäbe ein Leseratten-Rollenspiel, bei dem Spieler sich in Leseabenteuer stürzten. Wie bei anderen Rollenspielen auch könnten Spieler dabei aus einem Pulk verschiedenster Charakterklassen wählen und beispielsweise (unter anderen) träumerische Genussleser, detailversessene Sprachpedanten, mystische Metapherndeuter, pietätvolle Ekstasejunkies, argumentationsgewahre Zeitläuftendeuter oder modebewusste Trendsurfer verkörpern. Es ginge darum, dass man in der erschlagenden Vielfalt der Bücher befriedigende und erhellende Lektüren aufstöbert, im Lauf der Zeit eine respektable Bibliothek zusammenträgt, sich einen guten Ruf als glänzender Interpret und Bücherblätterwaldpfadfinder schafft.
Auf dem Charakterbogen fänden sich solche Fähigkeitsspalten wie Wortschatz, »Lesegeschwindigkeit«, »Leseausdauer«, »Bedeutungsspürsinn«, und eine Punkteskala für »Leselust-/Frusterlebnis « gäbe die Analogie für Lebenspunkte ab (bei wem dieser Balken dauerhaft auf Null verharrt, der gibt das Bücherlesen auf). Vorlieben und Abneigungen sowie natürlich die von den momentanen Lebensumständen diktierten Gemüts- und Verstandesverfassungen würden beeinflussen, ob und wie sich aus den diversen inhaltlichen, stilistischen und ästhetischen Eigenschaften eines Buches freudoder leidvolle Lektüreerlebnisse ergeben.
Mit Bonus- und Malus-Fähigkeiten wie »eidetisches Gedächtnis«, »Humorlosigkeit«, »Hypersensibilität «, »Legasthenie« oder »perverse Neigungen« (verschiedenster Art) könnte man seinen Charakter Würze verleihen. Ein einzelnes Abenteuer könnte davon handeln, wie gut man sich behauptet, eine verwirrende Geschichte zu deuten, etwa EIN VORFALL AN DER OWLCREEK- BRÜCKE von Ambrose Bierce.

Eine viele Spielabende umfassende Kampagne könnte sich darum drehen, das Gesamtwerk von James Joyce oder Friedrich Wilhelm von Junzt ohne Schaden an Herz und Verstand zu überstehen, oder indem man bei einem Diskurs darüber ob »High« oder »Low Fantasy« das Bessere (oder was darunter überhaupt zu verstehen) sei, möglichst viele Deutungshoheitspunkte ergattert. Wessen Charakter nicht druffgeht (sprich: die Lust am Lesen nicht einbüßt und vermeiden kann, zum Beispiel zu einem Bier- und Glotze-Lemuren zu werden), kann sich in den höheren Leveln daran machen, verschiedene Wege einzuschlagen, um selbst aktiv am Bücherweltstoffwechsel teilzunehmen: als fabulierender Autor, als Lektor-Hebamme, als berüchtigter Kritiker, als eloquenter Dozent an einer Uni, als Raritäten dealender Antiquar, als Brücken bauender Übersetzer. Und natürlich gäbe es für Spieler, die nach Abwechslung dürsten, Erweiterungen wie »Kästchen & Sprechblasen: Im Reich der Comics«, »Lesen mit den Ohren: Im Land der Hörspiele & Hörbücher«, »Filmgeschichten: Leinwand & Flimmerkasten«, »Die Strudel der Immersion: Videospiele & Virtual Reality« und für die ganz Hartgesottenen: »Semiotik & Mystik: Die ganze Welt ein Buch, das eigene Leben als Text«.

Abgesehen von dem Vergnügen, welches mir dieses Gedankenspiel bereitet, fände ich es bisweilen schlicht und ergreifend nützlich, wenn sich Leseratten anhand des Vergleichens ihrer Charakterbögen (und denen der Bücher) schnell und bequem darüber orientieren könnten, welche Lektüren einen näheren Blick wert sind, und um welche Autoren und Stoffe man vielleicht besser doch einen Bogen macht, beziehungsweise, mit welchem Rüstzeug sich die unwegsameren Lese-Terrains freudvoller durchqueren lassen. Nicht zuletzt wäre so ein Leseratten- Rollenspiel ein feines Medium, um sich über die strategischen Feinheiten des Lesens auszutauschen, in etwa so: »Bei diesem Titel brauchst du für die ersten Handvoll Kapitel einen Geduldstrank«, oder »Wenn man dieses Buch laut liest, kann man einen +2-Bonus für melodische Sprachschönheit ergattern« oder: »Für dieses Buch muss man einen kritischen Skepsiswurf -3 schaffen, um nicht gelangweilt zu werden, außer, du hast mindestens die zweite Stufe der Fertigkeit Gegen-den-Strich-Lesen inne, dann darf man alle Dutzend Seiten einen Gacker-Gewinnwurf von 3 mal W8 machen«.

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Rezis zu MAGIRA 2008 PDF Drucken E-Mail
Magira 2008 - Aktuell

Rezensionen zu MAGIRA 2008

Der gute Molosovsky hat sich umgeschaut und folgende Rezensionen für MAGIRA - Jahrbuch zur Fantasy gefunden.

Leseratte Myriel schreibt in ihrem Blog BÜCHERZEIT

>>> Wer sich für Fantasy interessiert und auch gerne einmal einen Blick über den Tellerrand hinaus riskieren möchte, der kann sich mit diesem Jahrbuch einen guten Überblick verschaffen. <<<
http://buecherzeit.wordpress.com/2008/12/02/magira-jahrbuch-zur-fantasy-2008/
Hannes Riffel schreibt in seinem Otherworld-Blog:

>>> Das Jahrbuch zur Fantasy ist jedenfalls ein guter Anlass und ein nüzliches Hilfsmittel , die eigene Subjektivität am Urteil anderer Leser zu messen, und deshalb sei es jedem empfohlen, der (wie ich) seinen Horizont erweitern möchte…. MAGIRA {ist} jedoch ohne Wenn und Aber eine konkurrenzlose Orientierungshilfe im Fantasywald … <<<

http://otherland-berlin.corneredchicken.com/contenido/cms/front_content.php?idart=676
Oliver Naujoks schreibt in seinem Oliblog:

>>> {H}at beim Zuklappen wieder das starke Gefühl, umfassend und ausführlich Über den Berichtsjahrgang unterhaltsam und kenntnisreich informiert worden zu sein. Gemessen an den Ansprüchen eines Großverlages wäre dieses Jahrbuch in Umfang und Qualität ein lobenswertes Projekt, da es aber streng genommen semiprofessionell entsteht, ist seine Existenz in dieser Güte wie in den letzten Jahren fast ein kleines Wunder - was ja ganz gut zum Thema Fantasy passt. <<<
http://oliblog.blogg.de/eintrag.php?id=1891

Für den Fandom Observer 234 schreibt Smiley:

 

>>> Nichts für Fantasy-Fans der phantasielosen Art, die im Buchladen doch lieber zum Bewährten und Bekannten greifen und sich lieber den neuesten Ethno-Sparten-Band über die üblichen Tolkien-Verdächtigen der Marke “Die Putzfrau der Watschelwichtel” oder “Der Zorn der Flachschädel” greift. {…} Sollte man sich auch in diesem Jahr nicht entgehen lassen. Muss man halt mal etwas Platz im Rucksack schaffen. Nicht nur vom Gewicht her ein gewichtiges Jahrbuch. <<<
http://www.sf-fan.de/files/fo/234.pdf
Wie immer sehr ausführlich (und anspruchsvoll) bespricht Thomas Harbach für SF-Radio.net:

>>> Es ist positiv hervorzuheben, dass das Magira Jahrbuch nicht an den aktuellen Veröffentlichungen klebt, sondern konsequent auch in die Vergangenheit des Genres schaut und für insbesondere neuere Leser entsprechende Leseempfehlungen abgibt. … {E}ine weitere empfehlenswerte Ausgabe dieses wichtigsten Kompendium im Bereich der Fantasy {…} Das Spektrum von Kurzgeschichten bis Rezensionen, von Interviews bis Artikel ist sehr breit. Der kritische Tenor ist nicht nur beibehalten, sondern vor allem ausgebaut worden. Die Mischung aus Aktuellem und Historischem gibt dem Jahrbuch eine besondere Note und ist nicht nur für Einsteiger im Bereich der Fantasy ein solider Wegbegleiter durch die zahllosen phantastischen hellen wie dunklen Pfade dieser unzähligen Welten. <<<

 


http://www.sf-radio.net/buchecke/sachbuecher/isbn9-7839-3591-3089.html

 
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